Lohnt sich die Anschaffung einer Alarmanlage?

Fast alle 3 Minuten gibt es in Deutschland einen Einbruch oder Einbruchsversuch. Trotz dieser enormen Häufung von Vorfällen verfügt geschätzt nur jedes 200te Haus über eine Alarmanlage. Zum Vergleich: In den USA ist jede fünfte Immobilie geschützt, in England immerhin noch jedes zehnte Objekt.

Im Jahr 2008 hat das Bayerische Landeskriminalamt die Wirksamkeit von Alarmanlagen und Sicherungstechnik untersucht. Das Ergebnis: 1367 Einbrüche in Bayern wurden nachweislich verhindert. Da sicher auch Täter durch bereits installierte Sicherungstechnik von vorneherein abgeschreckt wurden, liegt diese Zahl sicher noch erheblich höher. Obwohl diese Zahl etwas älter ist, belegt sie dennoch eindrucksvoll, dass sich die Anschaffung eines Alarmsystems in jedem Fall lohnen kann.

Im Jahr 2015 verzeichnete die polizeiliche Kriminalstatistik wieder einen deutlichen Anstieg der Zahlen. Waren es im Jahr 2014 noch 152123 Aktionen, mussten 2015 insgesamt 167136 Einbrüche bzw. Einbruchsversuche erfasst werden – ein Anstieg von knapp 10%! Im 10-Jahresvergleich sind es fast 60% mehr Delikte als noch im Jahr 2006. Im Gegensatz dazu ist die Aufklärungsquote von knapp 16% (15,9 Prozent in 2014) auf 15,2% (2015) gesunken. Der von den Einbrechern verursachte Gesamtschaden lag bei 440,8 Millionen Euro.

Obwohl die Einbrüche so drastisch zunahmen, ist parallel dazu die Anzahl der gescheiterten Einbrüche ebenfalls gestiegen und zwar von 41,4 % (2014) auf nun 42,7 % (2015). Eine Interpretation dieser Zahl liegt uns zwar nicht vor, aber es ist sehr gut möglich, dass die staatliche Förderung von Einbruchsmeldeanlagen erste Früchte trägt.

Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention

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